Konzert 4 - Philharmonische Gesellschaft Paderborn e.V.

Konzert 4

 / Kaiserpfalz

Gewandhaus – Quartett, Leipzig
Frank – Michael Erben / Violine
Conrad Suske / Violine
Anton Jivaev / Viola
Léonard Frey-Maibach / Violoncello

Antonin Dvorak (1841 – 1904)
Streichquartett Nr. 5 f-moll op. 9 (nachgelassenes Werk)

Anton Webern (1883-1945)
Langsamer Satz für Streichquartett (1905)

Robert Schumann (1810 – 1856)
Streichquartett a-moll op. 41 Nr. 1

Es ist die älteste ohne Unterbrechung existierende Streichquartettformation überhaupt. Mit seiner fast zweihundertjährigen Geschichte verkörpert das Leipziger Gewandhaus-Quartett ein beachtliches Stück abendländischer Musikgeschichte. Schon bald nach seiner Gründung im Jahre 1808 durch den damaligen Gewandhauskonzertmeister Heinrich August Matthäi entwickelte sich das Ensemble, dessen Quartettabende sofort ein lebhaftes Echo in der Öffentlichkeit fanden, zu einem festen Bestandteil des Leipziger Konzertlebens und darüber hinaus zu einem Glanzpunkt sächsischer Musiktradition. Seit jenem Jahr setzte das Quartett seine Konzerttätigkeit - von Generation zu Generation sich erneuernd - bis zum heutigen Tag erfolgreich fort.

Dvoraks f-moll Quartett wurde durch den bekannten Leipziger Komponisten Günther Raphael aus dessen Nachlass neu editiert und im Nov 1939 vom Gewandhaus-Quartett in Leipzig uraufgeführt. Bemerkenswert an dieser Komposition, ist u.a. der langsame Satz, welcher die Grundlage und Urfassung zu Dvoraks berühmter Romanze für Violine und Orchester op.11. bildete.

Weberns "Langsamer Satz für Streichquartett" entstand im Jahre 1905 und symbolisiert in exemplarischer Weise den Übergang aus der Hochromantik zur frühen Moderne.

Schumanns Streichquartett a-moll zählt zu den wichtigen Uraufführungen des Gewandhaus-Quartetts. Gemeinsam mit dem Klavierquintett Es-Dur op.44, hob das Gewandhaus-Quartett 1843 beide Kompositionen aus der Taufe. Am Klavier wirkte damals Clara Schumann.

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