Konzert 2 - Philharmonische Gesellschaft Paderborn e.V.

Konzert 2

 / Kaiserpfalz

Aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt

Orchester der Philharmonischen Gesellschaft Paderborn
Olivia Jeremias / Violoncello
Thomas Berning / Dirigent

Georg Christoph Wagenseil (1715-1777)
Sinfonie G-Dur, WV 413

Joseph Haydn (1732 – 1809)
Konzert für Violoncell und Orchester Nr. 1 C-Dur, Hob. VIIb:1

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 47 G-Dur „Das Palindrom“, Hob. I:47

 

Erst im Jahr 1961, beinahe 200 Jahre nach seiner Entstehung, wurde das lange verschollen geglaubte 1. Cellokonzert Haydns in Prag wieder aufgefunden. Längst zählt es mit seinem Geschwisterwerk in D-Dur zum festen Repertoire jedes konzertierenden Cellisten. Haydn komponierte es als Vizekapellmeister am Hofe Esterházy, wo er auch die meisten seiner 108 Sinfonien komponierte.
Der „gelehrte“ Haydn zeigt sich vor allem im dritten Satz seiner ansonsten der Sturm- und Drang Phase zugehörenden Sinfonie in G-Dur, dessen Abschnitte jeweils „vor- wie rückwärts“ gespielt werden gleichermaßen Sinn ergeben. Auf diese kunstvolle Spielerei bezieht sich der nachträglich gegebene Beiname „Das Palindrom“.
Dass nicht nur Haydn und Mozart Großes auf dem Gebiet der frühklassischen Sinfonie leisteten, beweist eindrücklich die knappe G-Dur Sinfonie Georg Christoph Wagenseils: Sturm-und Drang und Emotion in jedem Ton.

»Olivia Jeremias ist eine außerordentliche Cellistin, ausgebildet in allen Aspekten, mit einer makellosen Technik und einem reinen Klang, voller Energie und Vitalität, liebt sie, zu musizieren.«
Die Cellistin Olivia Jeremias studierte zunächst an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden bei Peter Bruns und schloss ihre künstlerische Ausbildung an der Royal Academy of Music London bei Colin Carr und Josephine Knight mit Auszeichnung ab.
Bereits im Alter von 20 Jahren führte sie Antonín Dvořáks Cellokonzert unter der Leitung von Sir Colin Davis in der Dresdner Semperoper auf. Als mehrfache Preisträgerin internationaler Wettbewerbe spielt sie regelmäßig die großen Solokonzerte als Gast renommierter Orchester, wie u.a. dem Zagreb Philharmonic Orchestra, den Essener Philharmonikern sowie den Landesbühnen Sachsen.
Seit der Spielzeit 2005/2006 ist Olivia Jeremias Solocellistin des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, mit dem sie wiederholt solistisch auftrat. 2008 wurde ihr hierfür der Eduard-Söring-Preis der Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper verliehen. Ergänzend zu ihrer Konzerttätigkeit spielt Olivia Jeremias in verschiedensten Kammermusikformationen im In- und Ausland, zuletzt in Singapur, Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Seit 2015 ist sie zudem Mitglied des AMOS Klavierquartetts.

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