Konzert 5 - Philharmonische Gesellschaft Paderborn e.V.

Konzert 5

 / Kaiserpfalz

Mozart Piano Quartet
Mark Gothoni / Violine
Hartmut Rohde / Viola
Paul Rivinius / Klavier
Peter Hörr / Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Klavierquartett Es-Dur KV 493

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur „Eroica"
bearbeitet für Klavierquartett von Ferdinand Ries

Die außerordentliche Beliebtheit von kammermusikalisch besetzten Bearbeitungen mit allen ihren Licht- und Schattenseiten prägte die ersten Jahrzehnte des bürgerlichen Musiklebens in öffentlichen Konzerten wie auch dem privaten Raum mindestens so stark wie später das vierhändige Musizieren am sprichwörtlich gewordenen Klavier im Salon und „Wohnzimmer".

Den boomenden Markt dieser „Übersetzungen" beobachtete Beethoven kritisch. Nur der Komponist selbst könne seine Werke in eine andere Besetzung bringen. Er selbst kam diesem Wunsch nur bei wenigen Werken nach.

Der eng mit Beethoven befreundete Komponist Ferdinand Ries bearbeitete zwar unter Kontrolle aber mit Billigung des Komponisten zahlreiche Werke. Die Bearbeitung der zu ihrer Zeit wohl berühmtesten Beethoven-Symphonie, der Sinfonia eroica op. 55, ist die letzte Beethoven-Bearbeitung, die Ferdinand Ries erst nach dem Tod des Komponisten erstellte und hinterließ. Möglicherweise hatte er die Anregung hierzu von einer schon 1807 in Wien erschienenen Klavierquartettfassung erhalten.

Als aber die Erstausgabe seines eigenen Arrangements 1857 bei Simrock erschien - offenbar weil die Nachfrage noch immer stark oder sogar weiter gewachsen war, lebte auch er, einer der „direkten Erben Beethovens", nicht mehr.

Das im Jahr 2000 gegründete Mozart Piano Quartet vereint mit Paul Rivinius (Klavier), Mark Gothoni (Violine), Hartmut Rohde (Viola) und Peter Hörr (Violoncello) vier internationale Solisten sowie Gewinner und Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter ARD-Wettbewerb München, Deutscher Musikwettbewerb, Scheveningen International Competition (NL), Naumburg Competition New York. Alle Mitglieder des Mozart Piano Quartets unterrichten als Professoren an den Musikhochschulen in Berlin und Leipzig sowie an der Royal Academy of Music in London.

Das wunderbare und einzigartige Repertoire der Gattung Klavierquartett erfährt durch das Mozart Piano Quartet ein neues Gewicht. Stilistische Differenzierung, ausgeleuchtete kammermusikalische Durchdringung der Partitur sowie instrumentale sinfonische Größe sind prägende Merkmale seiner Interpretationen. Dieses persönliche Enigma sowie die leidenschaftliche Herangehensweise bei allen Stilrichtungen begründen den Erfolg des Mozart Piano Quartets.

Zurück