Konzert 4 - Philharmonische Gesellschaft Paderborn e.V.

Konzert 4

 / Kaiserpfalz

Kammerphilharmonie Kaiserpfalz
Michael Wild / Violine
Dimiter Penkov / Viola
Thomas Berning / Dirigent

"Trauer, Freude, Leidenschaft"
"Sturm und Drang" in Joseph Haydns Sinfonien
Mozart: Sinfonia Concertante

Joseph Haydn (1732 - 1809)
Sinfonie Nr. 44 emoll, "Trauer-Sinfonie"
Sinfonie Nr. 47 G-Dur

Wolfagang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
Sinfonia Concertante Es-Dur, KV 364
für Violine, Viola und Orchester

Die Jahre zwischen den späten 1760er und 1770er Jahren werden gern als die »Sturm- und- Drang«- Periode im sinfonischen Schaffen Haydns bezeichnet. Aus dem Jahr 1771 stammt die als »Trauer-Sinfonie« bezeichnete e-moll-Sinfonie Nr. 44. Haydn soll sich die Aufführungen des 3. Satzes bei seiner eigenen Leichenfeier gewünscht haben, wozu es allerdings nicht kam. Diesem emotionsgeladenen Werk steht mit der Sinfonie Nr. 47 G-Dur ein leichtes, fröhliches Werk gegenüber, in dem Haydn auch seinen gelehrten Humor unter Beweis stellt. Trio und Menuett bezeichnete er mit dem Zusatz »al roverso«. Der zweite Teil ergibt sich aus dem Rückwärts-Spiel des ersten Teils. Diesem Umstand verdankt die Sinfonie ihren Beinamen »Palindrom«.

Anders als Haydn, der in der Abgeschiedenheit des Hofes seines Dienstherrn Fürst Nikolaus von Esterhazy seinen Stil verfeinerte, sog der junge Wolfgang Amadeus Mozart auf seinen Reisen in die Musikmetropolen seiner Zeit die jeweiligen neuen Strömungen begierig auf, um sie für sich fruchtbar zu machen. So schrieb er 1779 nach der Rückkehr aus Mannheim und Paris in Salzburg seine Sinfonia Concertante, eine erst seit 1770 in den Musikzentren gepflegte Gattung, bei der zwei oder mehr Soloinstrumente gegen das Tutti-Orchester konzertieren.

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